Mathematik (1)

Disclaimer: Der Bericht schildert nur den Ablauf zum Zeitpunkt, als die Autorin das Nebenfach gemacht hat. Da sich die Modalitäten jedes Semester ändern können, muss der der Bericht nicht mehr in allen Punkten stimmen. Aktuelle Berichte nimmt der Fachgruppenrat über die üblichen Kanäle entgegen und belohnt sie mit einen Freigetränk.

Alle Vorlesungen haben entweder 5 oder 10 LP, es gibt keine Pflichtveranstaltungen, so dass man entweder zwei VL 10 + 5 oder 3 VL mit ja 5 LP hören kann, um genug Nebenfachpunkte zu bekommen. Die Vorlesungen sind hier aufgeführt: http://www.tu-braunschweig.de/informatik-bsc/struktur/nebenfach/mathe. Man sollte dabei beachten, dass einige der Vorlesungen nur alle zwei Jahre angeboten werden, so dass man schon im Vorraus gut planen muss, was man wann hören will.

Man hört im Prinzip die Wahlpflichtfächer der Mathematiker. Da die Grundvorlesungen der Mathematiker ausführlicher sind als unsere, muss man damit rechnen, öfter Dinge nicht zu verstehen und selber nachholen zu müssen, weil sie zum Beispiel in Analysis 2 schon dranwaren und in der Vorlesung die man gerade hört deswegen nicht mehr erklärt werden. Auch ist vieles theoretischer als bei uns. Ich habe mich für Differentialgleichungen und Graphentheorie entschieden, daher jetztmehr zu diesen zwei Fächern.

Die Vorlesungen ist einigermaßen interessant, jedoch sind die Hausaufgaben für uns Nicht-Mathematiker sehr schwer, so dass ich teilweise 5 – 10 Stunden pro Woche dafür gebraucht habe. Der Aufwand für das Fach ist also für 5 LP sehr groß. Am besten ist es vermutlich, die Hausaufgaben in einer Gruppe zu lösen, allein geht aber zur Not auch. Am besten die Übungen aus den Vorjahren von irgendwoher organisieren, denn die Aufgabentypen werden nicht (wie zum Beispiel bei uns in Numerik) vorgerechnet und man macht dann etwas ähnliches zu Hause sondern man muss von alleine auf den Rechenweg kommen nur anhand der Vorlesung, so dass man oft ein “Ach so, so einfach war das eigentlich, warum hab ich da 3 Stunden gebraucht?!”-Gefühl hat, wenn sie in der Übung dann vorgerechnet werden. Die Klausur ist aber zum Glück etwas einfacher als die Hausaufgaben (da man jetzt ja auch die Rechenwege kennt) und durchaus schaffbar.

Die Vorlesung gibt 10 LP, was angemessen ist wenn man den Aufwand betrachtet. Sie wird von Prof. Dr. Kemnitz gehalten, der uns Informatikern schon aus Diskrete Mathematik bekannt ist. Sie ist meist auch sehr interessant und es gibt ein sehr gutes Skript zum Ausdrucken. Im Skript fehlen aber die Beweise, wenn man die haben will muss man in der Vorlesung anwesend sein. Dies ist zu empfehlen, weil die Beweise klausurrelevant sind und auch beim Verstehen des Stoffes und beim Lösen der Hausaufgaben helfen. Es gibt wöchentliche Hausaufgaben, von denen man mindestens 50% schaffen muss und je Blatt mindestens 25 % (mit einer Ausnahme). Die Hausaufgaben sind nicht sehr schwer und dieses Jahr haben auch alle die regelmäßig abgegeben haben die Zulassung bekommen. Außerdem kann man als Informatiker immer wieder auf Vorwissen aus Algorithmen und Datenstrukturen (und eventuell Netzwerkalgorithmen wenn man es gehört hat) zurückgreifen, auch im späteren Verlauf der Vorlesung. Die Klausur selber ist ebenfalls machbar, hier gibt es nur den Nachteil dass man keine Unterlagen mitnehmen darf und nicht nur Aufgaben im Sinne der HAs gestellt werden, sondern auch Sätze und Definitionen abgefragt werden. Man muss also eine Menge Definition, Sätze und Begriffe auswendig lernen.

Für Studenten denen Mathe liegt durchaus zu empfehlen, vor allem wenn man noch andere Studenten findet mit denen man dann zusammen lernen kann.

Dieser Erfahrungsbericht wurde von Nina Bergmann (6. Semester) verfasst.